Beim Öffnen eines Kimchi-Glases erkenne ich denselben Geruch, der aus dem LAB-Serum auf dem Regal kommt. Beide Suspensionen folgen derselben mikrobiologischen Logik, an unterschiedlichen Bestimmungsorten.
Vier Versuche habe ich gebraucht, bis das Serum klar wurde und nach Joghurt roch. Erst danach habe ich verstanden, dass UHT-Milch die mikrobielle Ausgangspopulation fehlen lässt, die das Reiswasser für die Selektion braucht.
Kimchi-Glas in der Küche, LAB-Serum im Keller, Living-Soil-Beet im Garten. Drei Räume, in denen dieselbe mikrobielle Familie arbeitet. Was ich in zwanzig Jahren beim Übersetzen zwischen den Räumen gelernt habe.